Ausstellung: Station Heimat – Medien I Landschaften I Umwelten

Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum Schloss Fechenbach (Dieburg) und mit Unterstützung der hFMA

Für viele jüngere Menschen ist die Welt des Digitalen eine Selbstverständlichkeit. Sie ist ein Zuhause, das sie bewohnen, benutzen und beleben. Als „Ureinwohner“ innovativer Medienwelten erfahren sie darin etwas, was für Angehörige vorheriger Generationen nicht unbedingt gang und gäbe ist: Vertrautheit und Sicherheit, Heimat also. Auf welch vielfältige und faszinierende Weise sich Umwelt, Alltag und Medien miteinander vermischen und durchdringen können, zeigt der Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt (h_da) anhand einer Vielzahl von aktuellen Projekten in der Ausstellung „Station Heimat – Medien I Landschaften I Umwelten“ in Zusammenarbeit mit dem Museum Schloss Fechenbach in Dieburg. Neben interaktiven Installationen, audiovisuellen Produktionen, Simulations-szenarien sowie Hörstücken wird es dort vom 30. Oktober bis zum 23. November auch Workshops, Filmvorführungen und ein international besetztes Kolloquium zum Thema geben. Ausgewählte Veranstaltungen bespielen zudem weitere Orte in Dieburg und Umgebung. Die Veranstaltungen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Hessischen Film- und Medienakademie hFMA.

Die von der h_da-Professorin Sabine Breitsameter (Sound und Medienkultur) und dem Dozenten Klaus Schüller kuratierte Ausstellung „Station Heimat – Medien I Landschaften I Umwelten“ spricht viele Sinne gleichzeitig an und beinhaltet auch zahlreiche interaktive Exponate – wie die Installation „Thesia“, die Besucherinnen und Besucher mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille das Internet dreidimensional erleben lässt. Dabei greift Thesia in Echtzeit Inhalte wie Geräusche, Videos und Texte aus dem Internet heraus, die sich immer wieder neu zu einer eigenen Welt der Geschichten zusammenfügen und so noch tiefer in die digitale Welt hineinziehen.

In der Fledermaus-Simulation „Batty“ schlüpfen die Spielerinnen und Spieler in die Haut einer Fledermaus und müssen sich blind im Raum orientieren, um im Spiel voranzukommen. Dafür trägt er oder sie eine Brille mit Ultraschall-Sensoren, Mikrofon und Kopfhörer. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (Nabu) wird das Projekt, das am 14. und 15. November im Kulturbahnhof Langstadt zu sehen ist, von einer Ausstellung über das Leben von Fledermäusen begleitet.

Das Hörstück „Home Sweet Home“ im Museum Schloss Fechenbach lässt Zuhörerinnen und Zuhörer ganz in den Alltag eines h_da-Studierenden eintauchen: Felix Deufel hat für die 8-Kanal-Produktion zahlreiche Geräusche wie etwa die von Nachbarn und Mitbewohnern gesammelt. Weitere 360-Grad-Klangwelten bieten das mit dem SpatialSound Award des FullDome-Festivals 2013 ausgezeichnete Hörstück zum Thema Wasser „I, Water“ und die audiovisuelle Installation „Air-Park“, die das Zusammenspiel von Naturgeräuschen und Fluglärm kritisch herausarbeitet.

„Ich begrüße es sehr, dass unsere Studierenden und Lehrenden nun mitten im Herzen Dieburgs einmal zeigen können, an welchen medialen Zukunftsthemen sie arbeiten“, sagt Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt (h_da), über die Ausstellung. Auch wenn der Mediencampus am Rande der Stadt liege, sei er fest mit ihr verbunden.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas: „Der Hochschulstandort Dieburg ist ein Ort der Innovationen, auf den die Stadt Dieburg stolz ist. Ich freue mich sehr, dass wir über das Museum und seine Ausstellungsmöglichkeiten nun einen weiteren Weg der sichtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt und der Stadt Dieburg gefunden haben.“

Weitere Höhepunkte der Ausstellung

  • Freitag, 14. November (14.00-18.30 Uhr) bis Samstag, 15. November (10.00-18.00 Uhr), Magistratssaal der Stadt Dieburg, Markt 4, 64807 Dieburg: „The Artist as Ecologist“ – Internationales wissenschaftliches Kolloquium (in englischer Sprache)In einem internationalen Kolloquium zur Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Hessischen Film- und Medienakademie hFMA diskutieren führende Persönlichkeiten aus Medienpraxis, Natur- und Kulturwissenschaften die Verantwortung von Mediengestaltern im Spannungsfeld zwischen innovativen Technologien, Wirtschaft, Politik und den vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Medien. Unter ihnen Derrick de Kerckhove (Medienwissenschaftler, Toronto/Kanada), Antoine Schmitt (Kreativ-Programmierer, Paris/Frankreich) und Raitis Smits (Pionier im Bereich der digitalen Medienpraxis, Riga/Lettland).
  • Samstag, 22. November (14.00-16.45 Uhr) bis Sonntag, 23. November (11.00 Uhr bis 16.45 Uhr), ehemalige Kapuzinerkirche Dieburg, Minnefeld 36, 64807 Dieburg: „Fulldome Cinema: Das Eckige wird rund – Befreite Bilder 8.0“Ist Film im 360-Grad-Format der Film der Zukunft? In der ehemaligen Dieburger Kapuzinerkirche können sich Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild davon machen. Hier präsentiert der Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach aktuelle Werke in einer „Fulldome“ genannten Kuppel, die die Zuschauerinnen und Zuschauer von oben vollständig umschließt – ein Kino-Erlebnis der besonderen Art. Die Medien-Expertinnen und –Experten von der h_da und der HFG zeigen exemplarisch, welche Möglichkeiten das neuen 360°-Konzept für Bilder, Inhalte und Klänge bietet. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der HFG Offenbach und dem Netzwerk der Hessischen Film- und Medienakademie hFMA

Zudem erscheint zur Ausstellung ein Katalog.

Fachliche Ansprechpartnerin

Hochschule Darmstadt
Fachbereich Media
Soundscape & Environmental Media Lab
Prof. Sabine Breitsameter

Mail sabine.breitsameter@h-da.de